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Gott gibt seinem Volk einen Auftrag
– uns heute auch? (Haggai 1, 1-15)

Es ist Sommer. Urlaubszeit. Zeit, um zur Ruhe zu kommen und mal wieder genauer in die Bibel zu sehen? Diesmal gibt es einen Gedanken aus einem der kürzesten Prophetenbücher des Alten Testamentes.

Im Jahr 520 v.Chr. spricht Gott nicht per Telefon, Skype, Twitter oder SMS zu seinen Menschen, sondern durch Propheten. Einzelne, die Gott als Sprachrohr zur Kommunikation gebraucht. Es sind schwere Zeiten: Jerusalem ist seit Jahrzehnten zerstört. Die meisten Einwohner, besonders die Elite des Landes, wurden vor vielen Jahren nach Ägypten oder Babylonien verschleppt. Nun dürfen immer mehr aus dem Exil zurück kehren. Die Nachricht für den königlichen Bevollmächtigten lautete:
Baut zuerst den Tempel, das Haus Gottes, wieder auf! Sie kennen Gottes Auf Auftrag, doch der Tempelbau geht nur sehr schleppend voran. Zu langsam. Hungersnot, Dürre und schlechtes Wirtschaften führen zu Armut und Egoismus. Jeder denkt an sich, kaum einer bezieht Gott in seinen Alltag mit ein oder lässt IHN an den eigenen Problemen teilhaben. Kaum einer fragt nach Gottes Wort oder tut, was Gott sich wünscht.Das soll sich ändern! Haggai soll sie wachrütteln und er schafft es: die Nachricht, die er zu verkünden hat, wird gehört (Vers 12). Gottes Auftrag wird bearbeitet. Vier Jahre später kann der Tempel neu eingeweiht werden!

Bleibt Dir heute im Alltag Zeit nach Gottes Anliegen zu fragen? Lassen wir Gott an unseren Privatangelegenheiten teilhaben? Bringen wir sie zu ihm im Gebet? Ist im Terminkalender Platz für ein tägliches Date mit Gott? Denn erst wenn ich IHN mit einbeziehe, nach seinen Anliegen frage, mich auf Gott verlasse, geschieht das Wunderbare: Ich erlebe, dass er mir bei steht, mich beschenkt und mir gibt, was ich täglich nötig habe und segnet – ich hab‘s erlebt! Der Prophet Haggai auch. Kaum ein Prophet sah das Ergebnis auf sein Reden so schnell wie er. Ein wichtiger Auftrag Gottes an uns : Matthäus 22, 37-40.

Andrea Loitz
Gemeindepädagogin

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Gott bringt seine Kinder im Dunklen zu Bett

Nun befinden wir uns schon wieder im letzten Viertel dieses Jahres. Die Tage werden spürbar kürzer. Die zunehmende Dunkelheit – besonders im November und Dezember – schlägt manchem aufs Gemüt. Neulich las ich auf einem Kalender folgendes Wort: „Gott bringt manchmal seine Kinder im Dunklen zu Bett“. Gemeint war natürlich, dass uns im Leben nicht nur die Sonnenseiten begegnen werden. Gott bleibt auch in den dunklen Stunden an unserer Seite. So spüren es auch
viele Beter in den Psalmen. Mir imponiert z.B. Psalm 73 sehr. Der Beter ist eine absolut „ehrliche“ Haut. Offen spricht er aus, wie sehr er unter seinen Fragen und Zweifeln leidet: „Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren... da war ich wie ein Tier vor dir“ (Vers 21 + 22).

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