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Die Herbstsonne scheint auf meinen Schreibtisch. Draußen vergoldet sie die bunte Blätterpracht und wärmt mich mit ungeahnter Kraft. Der Kaffee neben mir dampft und duftet. Ein winziger, glücklicher Moment im Alltag, während ich diese Zeilen schreibe.

An welche glücklichen Momente können Sie sich erinnern? Vielleicht als Sie mit den Kindern auf dem Teppich herumgetollt sind und dabei selbst wie ein Kind wurden? Vielleicht als Sie den Brief geöffnet haben und drin stand: Sie sind eingestellt ab nächstem Monat? Vielleicht als sie frisch verliebt mit ihrem Partner beim Zelten dem Regen trotzten? Es gibt unglaublich viele  Glücksmomente. In ihnen leuchtet etwas Unfassbares auf. Sie fühlen sich so an, als sei Gott näher als sonst zu spüren. „Gott wohnt nah hinterm Zaun“ - heißt es in einem Gedicht über Ostern. Wunschloses Glück und erfüllte Zeit; sie sind einfach geschenkt und keiner kann sie machen. Solch ein tiefes Glücksgefühl beschreibt die Jahreslosung für 2014: Gott nahe zu sein, ist mein Glück. (Psalm 73,28)

Der das sagt, hat allerdings menschlich gesehen eher Pech. Seine Worte klingen unglücklich. Vermutlich hat er ständig körperliche Schmerzen und fragt sich, warum es ausgerechnet ihn immer trifft. Dabei vertraut er doch Gott inständig - im Gegensatz zu denen, die nichts von Gott wissen wollen. Gibt Gott ihnen Reichtum, Gesundheit und ein sattes Leben und er fristet sein Dasein in kraftraubender Anstrengung? Ist das Glück ungleich verteilt und noch dazu von Gott? Der Psalmbeter hat einen langen Erfahrungsweg hinter sich, bis er sagen kann, dass Gott sein Glück ist obwohl es ihm vergleichsweise schlecht ergeht. Dabei nimmt er nicht sein Gefühl zum Messen der Gottesnähe. Er entdeckt, dass Gott uns nahe ist, auch wenn ich nichts von ihm fühle. Er lauscht es den Bibelworten ab: ja du näherst dich mir! Es reift in ihm, dass Gott sich nicht verzogen hat, wenn er mit anderen Glaubenden zusammen ist. Sie singen an seiner Stelle; sie beten an seiner statt, wenn ihn die Zweifel überkommen. Es verdichtet sich in ihm, dass Gott treu ist, den Weg mitgeht, nicht locker lässt, bei mir zu bleiben. Selbst in Finsternissen kann ich nicht von ihm lassen, weil er mich nicht lässt. Und so glaubt er es – trotz allem! Luther übersetzt diesen Vers darum: „das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn“. Gottesnähe ist ein Geschenk, das ich entdecken kann wie der Fisch das Wasser um sich herum: Gott ist mir nahe gekommen. Ich bin ja in ihm. Christus ist mein Weggefährte und er kennt unser Leben aus der Innenansicht. Näher kann Gott uns nicht kommen. Die vielen kleinen Glücksmomente sind die kleinen Geschwister dieses großen unfassbaren Glücks.

Superintendent Peter-Thomas Stuberg

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Tageslosung

Tageslosung von Samstag, 18. November 2017
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesus Christus hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

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Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Es ist wohl das berühmteste Loblied auf die Freundschaft:

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund, auch wenn die ganze Welt zusammen fällt.“

Aufeine glückliche Ehe könnte es genauso gesungen werden wie auf eine Familie, in der wir Geborgenheit finden. Sich fallen lassen können, ohne Maske ausdrücken, was in uns vorgeht; sich verspielt und albern verhalten können genauso wie todernst und gesammelt – gute Beziehungen leben von solchem Wechselspiel. Sie halten „wenn auch die ganze Welt zusammen fällt“.

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