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Im 5. Mose 10, Vers 17 heißt es:

„Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott aller Götter und der Herr über alle Herren, der große Gott,
der Mächtige und der Schreckliche, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk nimmt.“

Manch eine Zeitungsnotiz lässt mich aufhorchen. Vor einiger Zeit las ich von einem Bauern aus Indien, der sein „geliebtes Auto“ mit ins Grab nehmen wollte. Als er verstarb, begruben ihn seine Angehörigen mitsamt seinem alten „Morris Minor“ (Westfälische Rundschau). Verrückt, oder?

Nun möchte ich hier nichts gegen Autoliebhaber sagen. Davon kenne ich selbst in meinem Verwandten- und Freundeskreis etliche. Aber wo mich meine Liebe zum Auto so sehr bestimmt, dass es zur Hauptsache wird, da wird mir selbst das schönste Auto zu einem „Götzen“.„Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“, so brachte es einst der Reformator Martin Luther auf den Punkt. Das Volk Israel musste sich in seiner langen Geschichte immer wieder mit dem Götzendienst auseinandersetzen. Als Mose das Volk aus Ägypten herausführte, stand es des Öfteren in der Versuchung, anderen Götzen mehr zu dienen, als ihrem Gott.
Beispielsweise als Mose von Gott die 10 Gebote erhalten hat. Während seiner längeren Abwesenheit gossen sie sich selber in ihrer Ungeduld ein goldenes Kalb und beteten es an.

Zornig zerschlug Mose die Gesetzestafeln (2. Mose 32, Vers 19f).
Einige Zeit später erhält der Anführer Israels erneut die 10 Gebote. Eindringlich warnt Mose sein Volk vor jeglichem Götzendienst. Intensiv malt er ihnen die Größe und Macht Gottes vor Augen.

Im 5. Mose 10, Vers 17 heißt es dann:

„Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott aller Götter und der Herr über alle Herren der große Gott, der Mächtige und der Schreckliche, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk nimmt.“

Alleine diesem großen Gott gebührt die Hauptrolle. Gott will nicht als Statist nebenher laufen. So stellt Mose seinem Volk die Vertrauensfrage. Wie aktuell ist dieser aufrüttelnde Aufruf bis heute. Vielleicht käme ich nie auf die Idee, ein goldenes Kalb zu gießen oder mich mit meinem Auto beerdigen zu lassen. Aber meine Karriere ist mir so wichtig, dass keine Zeit mehr bleibt für Gott. Gott besitzt bestenfalls noch eine Nebenrolle. Oder mein Hobby raubt mir alle übrige Kraft, dass für Gott kein Raum mehr bleibt. Wir stehen heute genauso in der Gefahr, Gott klein zu machen. In meinem Denken, meinem Planen kommt er kaum noch vor. Ein Gott, der eher ein Maskottchen ist, aber kein „Herr über alle Herren“. Wie gut, dass Gott selber uns in seinem Wort neu aufrütteln will.

Ihr Pfarrer Heuschneider

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