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Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ - Offb 21,6

Unbeschreiblich war der Moment! Unvergesslich vor allem! Nach einer langen Wanderung um den Berg Athos klebte uns das Hemd am Leib und die Zunge am Gaumen. Der Rucksack lastete immer schwerer, die Wanderstiefel erhitzten die Füße immer mehr. Verschwitzt und erschöpft – und der steinige Weg nahm einfach kein Ende. An einer Wegbiegung jedoch plätscherte es verlockend.

Wann haben Sie das letzte Mal den Sternenhimmel beobachtet? Ich gebe zu: Ich bin kein permanenter Sternengucker. Meistens ziehe ich abends ziemlich achtlos meine Wege, was den Himmel über mir angeht. Aber hin und wieder überkommt es mich doch: Ob an einem warmen Sommerabend auf der Terrasse unserer Ferienwohnung oder in einer klaren, kalten Winternacht auf dem Weg von der Garage in unser Pfarrhaus. Dann bleibe ich manchmal stehen und schaue hoch, staune über die funkelnden Sterne, obwohl sie unzählige Lichtjahre entfernt sind. So ähnlich scheint es dem Propheten Jesaja ergangen zu sein, nachzulesen in Jesaja
40, 26:

Gott gibt seinem Volk einen Auftrag
– uns heute auch? (Haggai 1, 1-15)

Es ist Sommer. Urlaubszeit. Zeit, um zur Ruhe zu kommen und mal wieder genauer in die Bibel zu sehen? Diesmal gibt es einen Gedanken aus einem der kürzesten Prophetenbücher des Alten Testamentes.

Diese Skulptur aus Yad Vashem beeindruckt mich immer wieder. Sie steht dort als Mahnmal auf der Erinnerungsstätte an den Holocaust im Dritten Reich, einige Kilometer außerhalb der Altstadt Jerusalems. Da erkennt man Janusz Korczak, ein Erzieher und Arzt aus Polen. Um ihn herum stehen ganz eng die Kinder, die ihm in einem jüdischen Waisenhaus anvertraut wurden. Sie blicken verängstigt, ja fast erstarrt. Als diese
Kinder von deutschen Soldaten in ein Konzentrationslager abtransportiert wurden, ließ sie Korczak nicht im Stich. Freiwillig blieb er an ihrer Seite. Und als die Kinder dort 1942 umgebracht wurden, ging er mit ihnen gemeinsam in den Tod. Mich beeindruckt der Mut und die Treue dieses polnischen Lehrers zu seinen Schülern.

Sie haben Hochkonjunktur: die Herzen. In allen Variationen begegnen sie einem. Auf Postkarten, auf dem T-Shirt, in Blumensträußen, sogar an Hauswänden habe ich sie schon entdeckt. Bei Hochzeiten schmücken sie oftmals als Luftballons diesen besonderen Tag. Aber auch in Zeiten der Trauer und des unfassbaren Leides drücken sie eine irgendwie ohnmächtige Form der Menschlichkeit aus. Von der Liebe sollen sie erzählen. Manchmal sogar nur noch die Liebe beschwören. Ehrliche, unverfälschte und bedingungslose Liebe. Sie mögen kitschig anmuten. Aber mit diesen Herzen wollen viele Menschen durchaus eine tiefe Sehnsucht ausdrücken. Wonach? Vielleicht nach einer Welt, in der es auf keinen Fall herzlos zugehen soll. Vielleicht, um einen Traum von vollkommener Liebe zu träumen, in dem es keine Beziehungsprobleme, keine Zwielichtigkeitenund auch keine Kurzlebigkeit gibt. Eigentlich sollen sie ausdrücken, dass wir selbst ein wenig anders, besser und eben fast wie neu sein könnten, wenn wir die Liebe dauerhaft bei uns beherbergen könnten.

Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berührte; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken. Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: „Laßt die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen. Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken läßt, wie ein Kind, wird niemals hinein kommen.“Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

Die Stadthalle ist vollbesetzt. Ein berühmter Pianist verzaubert die Zuhörer mit seiner Kunst. Nach etwas mehr als einer Stunde folgt erst einmal eine Pause.

jemanden richtig zu trösten ist eine hohe Kunst! Weniger eine Kunst des Verstandes als unseres Herzens. Wer schon einmal versucht hat, jemanden zu trösten, der wahrhaft untröstlich ist, kennt das Gefühl der eigenen Ohnmacht gut. Worte versagen. Gesten bleiben unbeholfen. Und doch kommt es ohne Worte und Gesten nicht aus. Vielleicht ist es aber gerade das Unzulängliche und Hilflose, das den wahren Trost kennzeichnet.

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